Rheinkilometer 464

Ein Weblog von Simone Frank

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Unwetterwarnungen

28.06.2020 / 2 Kommentare

Die gibt es ja häufig für Biebesheim. Doch sehr oft haben wir Glück und es kommt kein Unwetter. Die Wolken teilen sich immer vor der Ortsgrenze. Das ist einerseits für die Keller und Dächer ganz gut, aber auf gar keinen Fall für die Natur. Die Verwüstung, die für das hessische Ried ja immer wieder prognostiziert wird, schreitet mit großen Schritten voran. Die Grundwasserabsenkung hat uns ja schon gezeigt, welche Folgen das alles für die Natur hat. Eine Eiche gibt pro Tag zwischen 500 und 1000 Liter Wasser an die Atmosphäre ab, um Wolken zu bilden. Wenn nicht genug abgegeben werden kann, durch Eingriff in den Grundwasserspiegel, dann ist das ein Kreislauf, der nicht zu stoppen ist. Da kann man wirklich froh sein, dass man schon ein gewisses Alter erreicht hat, denn für die nächsten Generationen wird die Verwüstung im hessischen Ried, eine Afrikanische Dimension annehmen. Nicht nur seit heute ist das hessische Ried und die hier bestehenden Bäume, das trockenste Gebiet mit den meisten Schäden im Forst, in ganz Deutschland. Dass die Politik da nicht eingreift, ist unverständlich. Nicht nur das Hier und Jetzt ist wichtig, sondern auch die Zukunft unserer Nachkommen!

Kommentare

Ella

28. Juni 2020 um 9:18 Uhr

Vom Sumpfland zur Steppe! Aber was soll man erwarten, wenn es größere Industriegebiete als Wohngebiete gibt und man Bürger hohe Gebühren auferlegt für ihren Bio- Abfall. Dadurch fördern die Verantwortlichen ebenfalls die Versteppung. Dies ist wahrscheinlich der einzige Punkt, wo die Politiker mal die Verantwortung tragen müssen. Eventuell nicht sie selbst, aber ihre Kinder, Enkel und Ur-Enkel.

Christine

28. Juni 2020 um 17:59 Uhr

Ein Vertreter des hessischen Landesamtes für Umwelt, Natur und Geologie (HLNUG) hat auf einer der letzten Sitzungen der Ökomodellregion Süd erwähnt, dass im hessischen Ried schon an mehreren Stellen Wüstenbildung nachgewiesen wurde. Das ist tragisch, denn Wüstenbildung ist ein sich selbst beschleunigender Prozess, ein Teufelskreis, aus dem nur sehr schwer wieder herauszukommen ist : In den von Wüstenbildung betroffenen Regionen fällt weniger Regen, das führt zum Absterben von Wäldern, Hecken und Feldgehölzen, die ja in den Sommermonaten, wenn sie Photosynthese betreiben auf reichlich Wasser angewiesen sind. Weniger Vegetation heisst, dass über deren Blattmasse immer weniger Feuchtigkeit an die Luft abgegen wird. Das führt zu immer weniger Wolkenbildung, noch weniger Regen und zum weiteren Absterben von Bäumen……

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